Grundriss Studiobau HFF
Grundriss und Perspektive Studiobau HFF

Filmischer Raum: Ein neues Set im Filmstudio der HFF München entsteht


Aufgabenstellung und Entwurf 

Im Frühjahr 2018 entwarf und entwickelte Dipl. Ing. Christian Flörs, Filmischer Raum Abt. III, zusammen mit Prof. Gruber, Abt. III HFF, den Studiobau an der HFF in München, welcher für die Studierenden bis Ende Sommersemester 2019 für diverse Abteilungen der HFF als Kulisse dient. Prof. Andreas Gruber erarbeitete zunächst eine konkrete Aufgabenstellung: Ziel war die Entwicklung eines Studiobaus, der sowohl eine Unterführung zeigt, die aber auch bei richtiger Beleuchtung wie ein sakrale Raum erscheinen kann. Des Weiteren sollte eine 360-Grad Bespielung des Sets möglich sein.  

Der Entwurf von Christian Flörs zeigte zunächst einen Unterführungsbau, der von zwei Treppen aus betreten werden kann. Im Laufe der Planungen wurde jedoch auf eine Treppe verzichtet. Die Unterführung besitzt im Zentrum eine Lichtkuppel, durch die Licht von oben in den Studiobau dringt. Dies führt zu einer fast sakral wirkenden Stimmung. Auffallend sind auch die eingezogenen Stürze an der Decke. Diese verhindern, dass die Decke beim Dreh zu sehen ist. Des weiteren ist der Bau von verschieden Seiten aus zu betreten, was die vielfältigen Auftrittsmöglichkeiten bei der Bespielung und die Wandelbarkeit des Sets erhöht. Am Treppenaufgang fallen Blumen, Kerzen und ein Schild mit dem Wort "Warum?" auf, was als anspruchsvolle Ausgangssituation vieler spannender Geschichten dienen soll. Hier steckt ein Hinweis auf ein geschehenes Unglück. 

 



Renderings

Die Renderings zeigen den Bau aus verschiedensten Perspektiven und veranschaulichen, dass das Set wirklich von verschiedenen Standorten aus bespielt werden kann. 


Martin Schmitt, Kai Dahl und Christian Flörs (v.l. n.r.)

 

Umsetzung und fertige Kulisse im Filmstudio der HFF in München

Anhand der Pläne, Skizzen und Renderings wurde der Bau von August bis ca. Oktober 2018 ausgeführt. Der Umbau des Studios erfolgte unter der Leitung von Daniel Rohm, der Unterstützung von Christian Flörs und mit Hilfe des Filmbau-Teams Kai Dahl.

Nach der Fertigstellung des Sets, entschloss man sich noch die Treppe, welche Teil des Studiobaus ist, aufzurüsten. Sie sollte nicht nur als Kulissentreppe zu sehen sein, sondern zu einer Treppe, die mit der Versammlungsstättenverordnung konform ist, aufgewertet werden. Daher geht ein besonderer Dank an die Vizekanzlerin der HFF Ingrid Barthel, an Prof. Dr.-Ing. Peter C. Slansky (HFF Abteilung II) und an Dr. Gollwitzer, Berat. Ing. im Holzbauwesen, die für die nötige bauliche Ertüchtigung lt. Versammlungsstättenverordnung gesorgt haben.


 

Studiobetrieb an der HFF München

Seit Oktober 2018 dient die neue Kulisse den Studierenden der HFF in München als Studioset. Hier drehen die Studenten und Studentinnen ihre Projektarbeiten. Der Studiobau wird noch bis Ende Sommersemester 2019 in der HFF verbleiben. Dann wird der Bau durch das Wettbewerbs-Projekt "Quarantäne" der Studierenden Markus Hernandez und Johannes Deibel abgelöst werden. 

Mehr Infos zum Projekt "Quarantäne" und zur erfolgreichen Weiterführung der Kooperation zwischen HFF und TU München im Rahmen des Wahlmoduls „Filmischer Raum“

Christian Flörs, Abt. III HFF
Dipl. Ing. Christian Flörs, Filmischer Raum, Abt. III HFF

 

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Im Rahmen der erfolgreichen Kooperation zwischen der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF München) und der Technischen Universität München entstand ein gemeinsames Projekt der Fakultät für Architektur der TU München und der Hochschule für Film und Fernsehen: Regie-Studierende der Abteilung III unter der Leitung von Herrn Prof. Gruber und Architektur-Studierende der TU München (Fakultät Architektur) entwickelten gemeinsam im Kurs "Szenografische Übung" von Christian Flörs Entwürfe für den Studiobau 2017/2018 und beteiligten sich engagiert am Wettbewerb.