Szenografie

Hier finden Sie alle Informationen rund um die Bereiche Literatur, Ausbildung und Veranstaltungen zum Thema Szenografie, aber auch aktuelle multisensorische Lösungen, Projekte und Rauminszenierungen von Unternehmen, Verlagen und Künstlern werden hier präsentiert.  

 

 

 

 

Zur Geschichte der Szenografie

Szenografie – der Ursprung des Begriffs stammt vom griechischen Wort „Skené“ und bedeutet „Hütte“. Dies bezeichnete im alten Griechenland einen Verschlag neben der Theaterbühne, in dem sich die Akteure verkleideten. Im Laufe der Zeit wandelte sich diese Hütte zu einem wichtigen Element der Bühne und wurde für aufwendige Verwandlungen und Auftrittsmöglichkeiten der Schauspieler angepasst. Diese „Skené“ fand ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. in Theaterstücken ihren Platz für den Auftritt der Götter des Olymps und war somit ein fester Bestandteil des theatralischen Raumes. Jahrhundertelang war der Bühnenbildner als Gestalter für die Inszenierung dieses Raums verantwortlich. Als das Kino und das Fernsehen immer mehr als Unterhaltungsmedien in den Vordergrund traten, entwickelte sich der Beruf des Szenografen, der für die Inszenierung des filmischen Raumes verantwortlich ist.

Ende der 90er Jahre spaltete sich die Szenografie in zwei Bereiche auf:

1. Die Kunstwelten

Dieser Bereich umfasst die Raum- und Bildkunst. Dazu gehören räumliche Kunstinstallationen, Bühnenbilder und Film- und Fernsehszenenbilder. Der stetig wachsende Bereich von Theater-, Film- und Fernsehproduktionen sowie der steigende Programmbedarf der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmanbieter verlangt nach einer Differenzierung und Qualifizierung der Tätigkeitsbereiche. Der szenische Raum, in dem sich die dramatische Kunst des Schauspiels für die Kamera ereignet, muss immer unter der besonderen Beachtung der sinnlichen Wirksamkeit der Szene gestaltet werden. Die zeichenhafte Sprache der Elemente des Raumes, des Lichts, der Farben und Patina, der Gegenstände und Objekte im Bild gibt dem Film- bzw. Fernsehwerk seine visuelle Sprache.

2. Themen– und Markenwelt

Die Themen- und Markenwelten haben für deren Besucher eines gemeinsam: Er erlebt im Raum und durch dessen Inszenierung die Inhalte, die es zu vermitteln gilt.
Die Inhalte werden dramaturgisch, multisensorisch im Sinne der CI als Raumgebilde umgesetzt und folgen dem roten konzeptionellen Faden. Das Ergebnis entwickelt sich meist durch eine anspruchsvolle Aufgabenstellung und der Überlagerung von Raumgestaltung und Markenstrategie. Weiter steht heutzutage das Erlebbarmachen einer Rauminszenierung im Vordergrund. Das Zusammenspiel von Raumform, Materialien, Möbeln, modernsten Medientechniken sowie der dramaturgischen Inszenierung der Abläufe bezogen auf die räumlichen Veränderungen, erzeugt durch das Ansprechen aller Sinne Emotionen bei Betrachter und Besucher.
So kann der Betrachter die Inhalte im Unterbewusstsein am besten abspeichern.

Die Szenografie ist die theatralische Weiterentwicklung der Architektur und des Raumdesigns. Die Raumform und -gestaltung folgen dabei auf jeder erlebbaren Ebene dem Inhalt. Für Marken und Unternehmen ist es wichtig, dass die zweidimensionale Unternehmens- oder Markenkommunikation, die Corporate Identity, durch eine dreidimensionale Gestaltung ergänzt wird. Die CI nimmt nicht nur Gestalt an, sondern beginnt zu leben und folgt einem dramaturgischen Rhythmus.
Dies bedeutet, dass „Corporate Architecture“ und „Corporate Design“ ergänzt werden um „Corporate Scenography“.
Raumszenarien werden für Museen, Flagshipstores, Erlebniswelten, bei Messeauftritten und Events für Marken- und Produktpräsentationen entworfen.

Hier finden Sie Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Szenografie und Inszenierung:

Hochschule für Film und Fernsehen, München
Bruns Messe- und Ausstellungsgestaltung GmbH
Raumwelten
DASA Arbeitswelt
designlab events
Tim John - Atelier für Szenografie